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Bewertung von Einsatz- und Sonderfahrzeugen

Feuerwehr, Rettungsdienst, Kommunal- und Spezialfahrzeuge: Der Wert steckt im Aufbau, nicht im Fahrgestell.

Was ist ein Bewertung von Einsatz- und Sonderfahrzeugen?

Bei Einsatz- und Sonderfahrzeugen ergibt sich der Wert überwiegend aus dem Aufbau, der verbauten Technik und der Beladung — nicht aus dem Fahrgestell. Bewertet werden diese Bestandteile deshalb getrennt voneinander. Marktdatenbanken für Serienfahrzeuge führen hier zu Ergebnissen, die um ein Vielfaches danebenliegen.

Ein Löschgruppenfahrzeug ist kein Lkw mit rotem Lack. Der Aufbau, die Pumpe, die feuerwehrtechnische Beladung und der Ausbau können ein Mehrfaches des Fahrgestells wert sein — und sie altern nach völlig anderen Regeln. Ein zwanzig Jahre altes Fahrgestell mit 30.000 Kilometern und einem gepflegten Aufbau ist etwas anderes als ein zwanzig Jahre alter Lkw.

Deshalb scheitert hier jede automatische Bewertung. Die üblichen Marktdatenbanken kennen das Fahrgestell und rechnen den Rest weg.

Was getrennt bewertet wird

Fahrgestell — Alter, Laufleistung, Betriebsstunden, technischer Zustand, Abgasnorm und die Frage, wie lange es noch eingesetzt werden darf.

Aufbau — Hersteller, Bauart, Zustand, Korrosion, Dichtigkeit, Funktion der Aufbautechnik.

Verbaute Technik — Pumpe, Löschmitteltanks, Stromerzeuger, Hubrettungssatz, Ladebordwand, Kran, medizintechnischer Ausbau, Sondersignalanlage, Funk. Jeweils mit Prüf- und Wartungsstand.

Beladung — bei Einsatzfahrzeugen oft ein erheblicher Wertanteil, mit eigenen Prüffristen und eigenen Wiederbeschaffungspreisen.

Betriebsart und Historie — Einsatzstunden sagen mehr als Kilometer. Ein Fahrzeug im Standby-Betrieb hat ein anderes Verschleißbild als eines im Tagesdienst.

Wofür die Bewertung gebraucht wird

Aussonderung und Verkauf. Kommunen, Feuerwehren und Hilfsorganisationen müssen belegen können, dass ein Fahrzeug nicht unter Wert abgegeben wurde. Ein Wertgutachten ist die Grundlage dafür.

Ersatzbeschaffung. Wer eine Ersatzbeschaffung im Haushalt begründen muss, braucht eine belastbare Aussage über den Restwert und über die Wirtschaftlichkeit weiterer Instandhaltung.

Versicherungssumme. Ein Sonderfahrzeug, das mit dem Zeitwert eines Serienfahrzeugs versichert ist, ist im Schadenfall unterversichert.

Fuhrpark. Bei mehreren Fahrzeugen bewerten wir den Bestand geschlossen — mit einheitlichen Maßstäben, damit die Zahlen untereinander vergleichbar bleiben.

Umbauten und behindertengerechte Anpassungen. Was ein Umbau gekostet hat, steht in der Rechnung. Was er am Markt noch wert ist, ist eine andere Frage.

Wann Sie das brauchen

  • Eine Kommune, Feuerwehr oder Hilfsorganisation will ein Fahrzeug aussondern oder verkaufen
  • Eine Ersatzbeschaffung muss gegenüber dem Träger oder im Haushalt begründet werden
  • Die Versicherungssumme soll dem tatsächlichen Wert des Aufbaus entsprechen
  • Ein Fuhrpark oder Fahrzeugbestand soll geschlossen bewertet werden
  • Ein Sonderaufbau oder behindertengerechter Umbau soll bewertet werden
  • Ein Sonderfahrzeug wird gekauft und der aufgerufene Preis soll geprüft werden

Was Sie bereithalten sollten

Bringen Sie mit, was Sie haben — Fehlendes können wir meist nachreichen lassen.

  • Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil I und II)
  • Unterlagen zum Aufbau: Hersteller, Baujahr, Abnahmebescheinigungen
  • Beschaffungsunterlagen und Rechnungen von Aufbau, Ausbau und Umbauten
  • Beladeliste oder Ausstattungsverzeichnis
  • Prüfbücher und Nachweise wiederkehrender Prüfungen der Aufbautechnik
  • Wartungsnachweise, Betriebsstunden und Einsatzstatistik, soweit vorhanden

Fragen zum Bewertung von Einsatz- und Sonderfahrzeugen

Bewerten Sie auch Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge?

Ja. Bei Einsatz- und Sonderfahrzeugen werden Fahrgestell, Aufbau, Aufbautechnik und Beladung getrennt voneinander bewertet — der Wert steckt überwiegend im Aufbau, nicht im Fahrgestell. Wir arbeiten für Kommunen und Träger, für Feuerwehren und Hilfsorganisationen, für Aufbauhersteller und für private Halter.

Die üblichen Marktdatenbanken kennen nur das Fahrgestell und rechnen den Rest weg. Ein zwanzig Jahre altes Fahrgestell mit 30.000 Kilometern und einem gepflegten Aufbau ist aber etwas anderes als ein zwanzig Jahre alter Lkw. Bei Fuhrparks bewerten wir den Bestand geschlossen, damit die Zahlen untereinander vergleichbar bleiben.